Abends keine Kohlenhydrate: Mythos oder Wahrheit?

Wohl jeder hat schon einmal davon gehört, manch einer mag es bereits ausprobiert haben: Wer abends keine Kohlenhydrate zu sich nimmt, verliert erfolgreich Gewicht und wird somit quasi schlank im Schlaf. Doch was ist wirklich an diesem Ernährungstrick dran? Was ist schlimmer: Fett oder Kohlenhydrate? Und welchen Einfluss haben Kohlenhydrate auf unsere Abnehmerfolge? Darf man nur noch Gemüse essen? Wo bekommt man passende Rezepte her? Wir klären ein für alle Mal, ob es sich um einen Ernährungsmythos handelt – oder nicht.  

Junge Frau kocht abends ohne Kohlehydrate und brät Zwiebeln in der Pfanne an

Mehr über BodyChange erfahren >>

Kohlenhydrate machen dick! Dessen sind sich eingefleischte Low-Carb-Anhänger sicher. Doch das stimmt so glücklicherweise nicht – beziehungsweise nur zur Hälfte. Es ist unumstritten, dass bei dem Verzehr von Kohlenhydrate der Blutzuckerspiegel ansteigt. Dadurch wird wiederum das körpereigene Wachstumshormon Insulin freigesetzt, welches bewirkt, dass der Zucker aus dem Blut in die Zellen transportiert wird. Insulin fördert jedoch die Bildung von Fett und hemmt gleichzeitig dessen Abbau. Während der Körper tagsüber seinen Energiebedarf über das Essen deckt, greift er nachts bei Bedarf die eigenen Reserven an – und zwar unter anderem über den Abbau von Fett. Aus eben diesem Grund ist es aus Sicht vieler Low Carb Anhänger durchaus sinnvoll, abends keine Kohlenhydrate zu essen, um die Fettverbrennung auf Hochtouren laufen zu lassen.

Abends keine Kohlenhydrate? Kein Allheilmittel!

Wirklich wissenschaftlich belegt ist diese Theorie allerdings nicht. Plus: Den gesamten Tag über genießen und schlemmen, was man will und nur abends auf Low Carb Rezepte mit viel Gemüse, Fisch und Fleisch zu setzen, damit die Pfunde purzeln – ganz so einfach ist es nicht. Denn es zählt nach wie vor die gesamte Energiemenge, die man am Tag zu sich nimmt. Anders gesagt: Nehmen wir mehr Energie über die Nahrung auf als der Körper verbrennt, kommt es zur Gewichtszunahme – egal zu welcher Tageszeit und in welcher Nährstoffkombination diese Energie zugeführt wird.

Ernährugsexperten raten eher dazu, auf die Qualität der Kohlenhydrate zu achten – anstatt auf den Zeitpunkt. Sinnvoller, als abends komplett auf Kohlenhydrate zu verzichten, ist es, zwischen einfachen und komplexen Kohlenhydraten (Bad Carbs und Good Carbs) zu unterscheiden. Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Obst, Süßigkeiten und industriell hergestellte Fertiggerichte enthalten meistens eine hohe Menge an einfachen Kohlenhydraten. Diese werden vom Körper schnell verdaut und lassen den Blutzucker rasch in die Höhe schnellen. Deswegen machen sie meist nur für eine kurze Zeit satt. Komplexe, oder auch langkettige Kohlenhydrate hingegen, wie man sie in Hülsenfrüchten und vielen Gemüse-Sorten findet, werden langsamer verdaut, da sie den Blutzuckerspiegel nur mäßig ansteigen lassen – und somit einen höheren Sättigungsgrad haben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Heißhungerattacken bleiben eher aus, da man lange gesättigt ist. Dadurch wiederum beugt man auch erfolgreich dem gemeinen Jojo-Effekt vor.

Die BodyChange Ernährung setzt auf Good Carbs

Aus eben diesem Grund setzt die BodyChange-Ernährung auf die Unterscheidung von Good und Bad Carbs. Hier sind Kohlenhydrate nicht per se Tabu. Wohl aber wird die Zufuhr von Zucker und kurzkettigen Kohlenhydraten, den Bad Carbs, über den gesamten Tag hinweg auf ein Minimum reduziert. Stattdessen setzen sich die leckeren und unkomplizierten Rezepte, die schnell zubereitet sind, aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Langkettige Kohlenhydrate, wie man sie in Linsen, Erbsen, Bohnen, oder Kichererbsen findet.
  • Eiweiß, wie man sie in Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und Eiern findet.
  • Gemüse aller Art, denn sie liefern wichtige Vitamine und Nährstoffe, besitzen aber weniger Zucker als Obst.
  • Abnehm-Turbos, wie beispielsweise Chili oder Ingwer, denn sie heizen dem Körper ordentlich ein. Dadurch wird der Fettstoffwechsel noch einmal zusätzlich angekurbelt.

Das macht das Ernährungskonzept von BodyChange so alltagstauglich. Denn anstatt kompliziert Uhrzeiten zu checken, Punkte, oder Kalorien zu zählen, oder gar auf die Größe der Portionen zu achten, kann man sich an den Rezepten jeden Tag und zu jeder Mahlzeit satt essen. Die Personal Coaches Miri und Raphael erklären dabei das Ernährungskonzept Schritt für Schritt und kochen gemeinsam mit den Teilnehmern, so dass die BodyChange-Ernährung rasch verinnerlicht wird und man schon bald ganz automatisch nach den richtigen Lebensmitteln greift. Dank des wöchentlichen Cheatdays werden Versuchungen und Fressattacken bei den 1on1-Coachings vorgebeugt. Hier können die Teilnehmer genießen, wonach ihnen der Sinn steht, sprich: Zuckerhaltige Getränke, Süßigkeiten, Tiefkühlpizza oder Pasta Carbonara sind an diesem Tag ausdrücklich erlaubt. So bleibt die Motivation einerseits hoch, andererseits läuft der Stoffwechsel auf diese Weise nicht auf Sparflamme, wodurch auch der Jojo-Effekt vermieden wird.